Verfasst von: Mr. Pitt | Dienstag, 22 Juli, 2008

Kapitalfragen und Liquidität für das Projekt!

Unser Konzept steht soweit und wir werden in der Lage sein, nach kurzer Anlaufzeit bereits Umsatz zu generieren. Gewinn dürfte aufgrund von Anlaufkosten erst einmal ehr utopisch sein. Umsatz dagegen jenseits der Onlinewerbung, unter der Voraussetzung, das der Interner Nutzer unsere Idee annimmt und nutzt. Von diesem Punkt sind wir soweit überzeugt, ansonsten wäre eine Umsetzung in gewisser Weise schließlich ein finanzieller Selbstmord. Da ich persönlich gerade geheiratet habe, wäre es wahrscheinlich auch noch ein provozierter Mord, da meine Frau mich standrechtlich erschießen würde, wenn Sonntags keine Brötchen mehr auf dem Tisch stehen. ;) Ob man da dann eigentlich von minderer Schuldfähigkeit sprechen könnte?

Wir haben uns daher heute jedenfalls einmal die Frage gestellt, wie wir unser Business finanzieren wollen. Ok, wir haben das Thema schon öfter angeschnitten, aber relevanter waren für uns zunächst andere Punkte. Nun brennt aber auch die Kapitalfrage. Es ist welches vorhanden, aber nicht in der Größe, welche für das Business notwendig wäre. Ein leichtes anklopfen bei meiner Hausbank brachte ein leichtes Stöhnen auf der anderen Hörerseite an meine Ohrmuschel und die Sache hat — wie zuvor gedacht — wenig Aussicht auf Erfolg. Da hilft auch ein A++ Schufa – Rating nicht. ;) Meine aktuell gut vermietete Eigentumswohnung würde ich ebenfalls gerne außen vor lassen, was aber nicht heißt, das ich nicht bereit bin Eigenleistung zu erbringen. Wir haben also ein Liquiditätsproblem um das geplante Business aus dem Boden zu stampfen. Also stellen wir uns die Frage, was gibt es für Alternativen? Schnell standen fünf Begriffe auf dem Flipchart: Privatkredit, Fördergelder, Gründerfonds,  Venture Capital, Business Angels.

Fördergelder könnte man über die KFW Mittelstandsbank generieren. Ein Problem bleibt aber bestehen, nämlich das ein Internetbusiness wahrscheinlich abgelehnt wird. Die Möglichkeiten sind allerdings vielfältig und wir haben beschlossen zumindest die Fühler einmal in diese Richtung auszustrecken. Das Problem wird sein, das dort viele Background Informationen gewünscht sein werden, die uns den letzten Atem rauben werden, da diese uns in vielerlei Hinsicht zum Glaskugellesen verdammen werden. Vielerlei fundamentale Informationen werden wir im Vorfeld nicht generieren können und ein gekürzter Businessplan wird die Banker sicherlich auf den Plan rufen den Selbigen abzulehnen. Wir haben aber keine Lust und Gedanken über mögliche, eventuelle Gewinne und deren Höhe und Umsatzansätze, etc. in 5 Jahren zu machen. Darüber hinaus läuft der Spaß wieder über die Hausbank, welche die Zinsen dem „Risiko“ nach festlegt. Gründer- und Beteiligungsfonds scheinen da fast der interessantere Weg zu sein. Fakt ist aber auch, das wir schnell loslegen und nicht erst die nächsten sechs Monate damit zubringen wollen mit den Banken die Finanzierung zu klären und jemand in dieser Zeit in die von uns ausgemachte und unbesetzte Nische springen zu sehen! Die Seite der Mittelstandsbank, bzw. die Seite Existenzgründer des Bundesministerium kann dagegen jedem durchaus als „Frühstücks-, Gute Nacht Lektüre“ ans Herz gelegt werden. Sehr schön finde ich die Schnellsuche! ;)Auch wenn das hier vom Thema abweicht!

Bleibt also Risikokapital. Sicherlich die Möglichkeit, die jeder Start Up Betreiber bevorzugen würde, soweit er nicht in der Lage ist das Business alleine zu stemmen. Die Google Suche ist in dem Bereich auf jeden Fall spannend. Die spuckt auf den ersten Seiten fast ausschließlich Müll aus. Gut das wir darauf nicht angewiesen sind und zielgerichteter recherchieren. Als guter Link ist hier zum Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften und auch zu bekannten Größen wie Sequoia Capital. Inzwischen mischen auch kleinere Risikokapitalfirmen wie European Founder mit, entstanden aus ehemaligen Gründern. Hier die Alando/Jamba Brüder Samwer. Wichtig ist hier eigentlich die Spreu vom Weizen zu trennen und die richtigen Firmen mit der Idee und dem Konzept anzusprechen. Wir werden in den nächsten Tagen schauen, wo unser persönlicher schmaler Grad ist.

Eine weitere Größe sind Business Angels. Eine Größe, welche bei mir noch ein klein wenig schalen Geschmack im Mund verursacht. Insbesondere wenn man sich in diesem Markt nicht auskennt. Wer könnte hier eine richtige Größe sein und wer ist nur auf seinen eigenen Vorteil aus. Das Problem ist sicherlich auch bei VC Größen vorhanden. Ein Business Angel bringt sicherlich viel Know How mit, was wir sicherlich auch gut gebrauchen können, insbesondere diverse Kontakte, nur haben wir auch keine Lust uns auf Gedeih und Verderben auszuliefern. Wir werden den Markt auch hier sichten und dann weitersehen. Ohne ein Basiswissen für diesen Markt spüre ich jedoch irgendwie ein Messer im Rücken. Wer weiß, wer da in der Brache nicht nur Ideen abschöpfen will?

Soviel zum Stand der Ermittlungen! Mein Partner wird sich ein genaues Bild verschaffen, denn ich werde mich die nächsten 48 Stunden anderweitig beschäftigen müssen. Es gibt Kunden die befriedigt werden wollen. Wir werden jedenfalls nun aus den vorliegenden Fakten und dem Businessplan eine aussagekräftige Executive Summary erstellen und diese im ersten Schritt als Kontaktbasis verwenden. In der Hoffnung damit vorab den Mund derart wässrig zu machen, das wir ein Feedback bekommen, aber gleichzeitig nicht zu viel Informationen in die Welt hinaus zu geben. Ein sehr schmaler Grad. Fakt dürfte sein, wir haben gelernt uns gut zu verkaufen, haben wir erst einmal einen Fuß in der Türe, so bin ich guter Dinge! Den unser Konzept ist gut, nun müssen wir nur noch allen Anderen vermitteln wie gut! Das klingt schon fast so überheblich wie „Ich bin gut, das müssen nun nur noch die anderen erkennen“. Verboten überheblich, ist aber nicht so gemeint wie es rüber kommt. ;)

Noch ein schaler Geschmack: Mich stört irgendwie, das mein drittes Posting im Blog direkt mit Geld zusammenhängt.


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien